Universitätskirche St. Pauli - Fotografien der Barbarei

Datum: 03.05.2018

Uhrzeit: 18:00 Uhr

Haus: Haus Böttchergäßchen

Veranstaltungstyp: Museumsgespräch


Museumsgespräch mit Christoph Kaufmann und Zeitzeugen
 

Dass kein Ereignis der Leipziger Baugeschichte die Machtverhältnisse in der DDR so traumatisch offenlegt wie die Sprengung der Universitätskirche St. Pauli, zeigt Christoph Kaufmann, Leiter der Fotothek, in seinem Museumsgespräch am Donnerstag, dem 5. Mai, 18 Uhr.

Nachdem die Argumente der wenigen Kritiker zur geplanten Zerstörung der intakten Kirche an den Verantwortlichen der Universität, Stadtverwaltung und Regierung der DDR abgeprallt waren,  wurde die Leipziger Paulinerkirche am 30. Mai 1968 gesprengt. Eine öffentliche Diskussion dazu hat damals nicht stattgefunden.

In diesem zweiten Museumsgespräch der Reihe „Erinnerung und Identität einer Stadt“ werden nun, 50 Jahre nach der Sprengung, jene mutigen Frauen und Männer in den Mittelpunkt gestellt, die sich der historischen Dimension des Ereignisses bewusst gewesen waren und Filme und Fotografien aufnahmen, die heute als wichtiges Zeugnis des Zerstörungsaktes dienen.

Als Zeitzeugin anwesend, berichtet die Leipziger Fotografin Karin Wieckhorst authentisch von dieser Sternstunde der Dokumentarfotografie. Außerdem werden eindrucksvolle Fotografien aus den reichen Beständen des Stadtgeschichtlichen Museums gezeigt, die 100 Jahre aus der Geschichte des unzerstörten Gebäudes erzählen.

Der Eintritt ist frei.

 

 

 

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