Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Altes Rathaus

Der Festsaal des Alten Rathauses

ist 53 Meter lang und wurde früher für Festlichkeiten der sächsischen Landesfürsten, Patrizierhochzeiten, Handwerkerfeste und Studentenbälle genutzt. Auch Gerichtsverhandlungen fanden hier statt.

Er wird heute unter anderem für Kultur- und Konzertveranstaltungen der Stadt Leipzig genutzt.

Ansprechpartner:
Kathleen Belger
Email: kathleen.belger@leipzig.de
Tel./Fax: 0341/ 2 61 77 66

Ein 1823 fertig gestelltes, etwa 25 Quadratmeter großes maßstabgetreues Modell der Stadt Leipzig begrüßt den Besucher gleich am Eingang des Festsaales. Dieses von dem Leipziger Tapezierer und Möbeltischler Johann Christoph Merzdorf in siebenjähriger Arbeit geschaffene dreidimensionale Stadtmodell gelangte 1874 in den Besitz des Vereins für die Geschichte Leipzigs und erhielt 1909 mit der Gründung des Stadtgeschichtlichen Museums seinen Standort im Alten Rathaus.

Auf dem Pfeiferstuhl (Musikempore) am Nordende spielten die Stadtpfeifer zum Tanz.

 

Pfeiferstuhl im Festsaal
 

Blick in den Festsaal
 

Die Steinmetzarbeit aus Sandstein und Porphyrtuff von Paul Wiedemann ist ein Beispiel reinster Renaissancearchitektur aus dem Jahre 1557. An der Nord-, Süd- und Ostwand des Saales hängen in der unteren Reihe Bildnisse der Leipziger Stadtrichter, die obere zeigt repräsentative Fürstenbilder in ganzer Figur. Die drei barocken Sandsteinkamine schuf Friedrich Fuß um 1610. An der Südwand wurde zwischen 1906 und 1909 als Gegenstück zum Pfeiferstuhl ein Porphyrportal zur Erinnerung an den Umbau zum Museum eingebaut, das dem Eingangsportal des Rathauses nachempfunden ist.

 

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