Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Neubau

LEIPZIG. FOTOGRAFIE seit 1839
Eine Ausstellung | Drei Museen

27. Feb. - 15. Mai 2011
Finissage 15.5., 16 Uhr im Museum der bildenden Künste

Die Ausstellung zeigt die außergewöhnliche fotografische Tradition Leipzigs und die Geschichte dieses Mediums in dieser Stadt. Inwiefern Fotografie in und aus Leipzig auch von avantgardistischen Impulsen belebt und von internationalen Verzweigungen geprägt ist, versucht diese Schau zu vermitteln. Arbeiten von 200 Fotografinnen und Fotografen verweisen auf die Bedeutung des medialen Standorts Leipzig.


LEIPZIG. FOTOGRAFIE seit 1839 wird in drei Leipziger Museen zeitgleich präsentiert, die jeweils für einen anderen Zugang zum Medium Fotografie stehen: dem GRASSI Museum für Angewandte Kunst, dem Stadtgeschichtlichen Museum und dem Museum der bildenden Künste.

Die Fotoschau im Stadtgeschichtlichen Museum umfasst die Zeit vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zum Mauerbau 1961. Die rege Bautätigkeit in den 1920er Jahren bot Anregungen für zahlreiche Architekturfotografen wie das Atelier Hermann Walter, Anton Blaschke oder Heinrich Kirchhoff. Das breite Spektrum der Werke des Bauhausfotografen Albert Hennig wird durch sozialdokumentarische Fotografien und durch Stillleben dargestellt. Die Bildwelt der Zeit des Nationalsozialismus ist nur rudimentär überliefert, wird aber anhand einiger herausragender Beispiele vorgestellt. Für das Ende des Zweiten Weltkrieges steht das berühmte Foto des "Letzten Toten des Zweiten Weltkrieges" des Amerikaners Robert Capa, außerdem Fotografien von Johannes Widmann, die auf erschütternde Weise von den Kriegszerstörungen berichten. Die berührende Schlichtheit, mit der der unermüdliche „Reporter des Alltags“ Karl-Heinz Mai aus seinem Invalidenrollstuhl heraus Menschen und Alltag in der Nachkriegszeit dokumentierte, wird ebenso hervorgehoben wie das Wirken der Vertreter der „action fotografie“, Friedrich Otto Bernstein, Wolfgang G. Schröter sowie Roger und Renate Rössing, die für ästhetische Durchbrüche und die frühen DDR-Entwicklungen stehen.

Die Ausstellung wird unterstützt von den Freundes- und Förderkreisen der drei Häuser, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der VNG-Stiftung.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Passageverlag Leipzig.

www.leipzig-fotografie.com

Kombiticket: 12 €, 9 € ermäßigt, 6 € Leipzig Pass

Plakat zur Ausstellung
 

Hermann Walter, Großmarkthalle Zwickauer Straße im Bau, 1929
 


 


 

 

zurücknach oben