Neubau
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Von Leipzig in die Welt Eröffnung Donnerstag 29.4., 18 Uhr Böttchergäßchen 3, 04109 Leipzig Auf der Leipziger Ostermesse des Jahres 1710 präsentierte August der Starke (1670–1733), Kurfürst von Sachsen und König in Polen, erstmals das „Europäische Porzellan“. Dieses Ereignis von zukunftsweisender und weitreichender Bedeutung ist der Anlass für die Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig. Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts hatten vor allem holländische Kaufleute ostasiatisches Porzellan nach Europa gebracht. Eine der bedeutendsten Sammlungen davon besaß August der Starke. Er forderte mit Nachdruck die Nacherfindung des Porzellans aus einheimischen Rohstoffen. Johann Friedrich Böttger (1682–1719) gelang es 1707, ein besonders feinkörniges, dichtes braunrotes Steinzeug herzustellen, „Jaspisporzellan“ genannt. Bis zum 15. Januar 1708 hatte er es bereits zu einem „weißen durchscheinenden Scherben“ weiterentwickelt, dem ersten europäischen Hartporzellan. Nach seiner Erfindung in der Jungfernbastei in Dresden und der Produktion auf der Albrechtsburg in Meißen ab 1710 erfuhr das Meissener Porzellan seine weltweite Verbreitung durch die Leipziger Messe. Die Ausstellung gibt dem Besucher einen lebendigen Eindruck von der Faszination des Meissener Porzellans, doch geht es nicht nur um die Geburtsstunde des Meissener Porzellans und die Manufaktur in drei Jahrhunderten, sondern auch um bedeutende Porzellankünstler, um Formen und Dekore, um Konkurrenten und Fälschungen, um Umbrüche und Veränderungen von damals bis heute. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH, der Leipziger Messe GmbH und dem Leipziger Fachgeschäft für Meissener Porzellan, Bodo Zeidler. Gleichzeitig wird im Studio die Ausstellung Als wär's ein Stück von mir mit Fotografien von Gerhard Weber zu sehen sein, die 1991 in der Manufaktur entstanden. |
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