Matthias Klemm
„... und doch lebendig"
Grafische Tagebuchblätter/Herbst '89Studioausstellung
9. September – 29. November
Böttchergäßchen 3, 04109 Leipzig
„Wer sich vor Augen führen will, was geschehen ist, sehe sich diese Blätter an: Eine Erinnerung an die Bedrückung und an das Wunder der Befreiung....“ (Friedrich Schorlemmer, 1999). Auch weitere 10 Jahre später haben die grafischen Tagebuchblätter Klemms zum Herbst 89 nichts von ihrer Eindringlichkeit verloren. Sie lassen spüren, wie nah der Künstler den Ereignissen war, wie unmittelbar er seine Eindrücke künstlerisch verdichtet in sein Werk umgesetzt hat. Neben 20 Collagen aus der Reihe der Tagebuchblätter zeigt die Ausstellung eine Auswahl aus dem Zyklus „Erfasst, geschunden und doch lebendig“ von 1992, den Matthias Klemm als „optischen Versuch auf dem Weg zwischen Recht und Versöhnung – Zyklus über das Wirken der Staatssicherheit in der DDR“ bezeichnet hat. Grundlage für diese Arbeit war so genannte Kollermasse, Aktenmaterial aus dem Reißwolf der „Runden Ecke“.
Matthias Klemm wurde 1941 in Bromberg geboren und ist seit 1969 in Leipzig als freier Künstler und Grafiker tätig. |
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