Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Sammlungen

Neuerwerbungen

 

Musikalisch


Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig erwirbt die weltweit bedeutendste Privatsammlung zu Leben und Werk Felix Mendelssohn Bartholdys.
Sie umfasst über 1000 Objekte und ist ein hochkarätiger Bestand aus handschriftlichen Quellen, Zeichnungen, Erstdrucken und Büchern.
Unter den mehr als 1000 Objekten befinden sich sieben autographe Albumblätter und Kompositionsfragmente, 87 handschriftliche, zum Teil unveröffentlichte Briefe und Schriftstücke von Mendelssohn sowie über 200 Autographe aus dem familiären oder sozialen Umfeld des Komponisten. Die Verfasser reichen von dem dänischen Dichter Hans Christian Andersen über Johann Wolfgang von Goethe, Cécile Mendelssohn, Max Reger, Clara Schumann und Carl Maria von Weber bis zum Komponisten Anton Wilhelm von Zuckalmaglio.
Von besonderem Reiz sind mehrere, auch unbekannte Bilder von Mendelssohn, die den talentierten Zeichner ausweisen, außerdem ein unbekanntes Aquarell mit dem Bildnis seiner Frau Cécile sowie ein Familienalbum mit Zeichnungen der Ehefrau und der Kinder.
Der Nestor der deutschen Mendelssohn-Forschung, Dr. Rudolf Elvers, hat über viele Jahrzehnte zum Komponisten und Dirigenten Felix Mendelssohn Bartholdy gesammelt. Als langjähriger Leiter der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin sammelte er Erfahrungen und pflegte gute Beziehungen zu Nachfahren der Familie Mendelssohn sowie zu Musikantiquaren.

Der Ankauf wurde unterstützt durch die Kulturstiftung der Länder, die Hieronymus-Lotter-Gesellschaft e.V., die Sächsische Landesstelle für Museumswesen sowie die Mercedes-Benz-Niederlassung Leipzig.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Musikalisches Albumblatt an einen unbekannten Empfänger, Leipzig, 22. April 1841
 
 

 

Zielsicher

Jüngst wurde die Militariasammlung des Museums um eine Patronentasche für Jäger bereichert, die bei den Jägereinheiten der europäischen Armeen zur Zeit Napoleons zur Grundausstattung gehörte. Das Laden der Büchsen war eine Wissenschaft für sich. Um Entfernungen, Witterungsverhältnisse, Gewicht der Kugel, Güte des Schwarzpulvers usw. ausgleichen zu können, benötigten sie eine extragroße Patronentasche mit allerlei unterschiedlichen Kugeln, fein bis grob gemahlenem Pulver, Fett für die Kugeln, Pfropfen und Pflaster und Leinenläppchen. Wegen der Unzahl an Ingredienzien wurde die Tasche von den normalen Soldaten als Pulverapotheke verspottet. 
Am Riemen befestigt sind messingne Pulverfalsche und eine Nadel zur Reinigung des Zündlochs am Gewehr.
 

Patronentasche für militärische Jäger
 
 

 

Meisterlich

101 Fotografien aus der Frühzeit des Vereinssports in Leipzig enthält der Nachlass des Leipziger Bankiers Wilhelm Schomburgk (1882–1958). Schomburgk war schon als Schüler sportbegeistert, betrieb Leichtathletik, spielte Fußball und nahm erfolgreich auch an internationalen Tennis-, Feld- und Eishockeywettbewerben teil. 1901 war er Mitbegründer des Leipziger Sportclubs (LSC 1901), später bekleidete er verschiedene Funktionen, u.a. im Deutschen Tennis-Bund.
Die Abbildungen dokumentieren das Leipziger Sportgeschehen Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts und weisen oft auch einen Bezug zur nationalen Sportgeschichte auf.

Wilhelm Schomburgk (4. v. r.) als Mitglied der 1. Mannschaft des VfB Leipzig, Deutscher Fußballmeister 1906, Leipzig, 1906
 
 

 

 

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