Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Schillerhaus

Geschichte des Schillerhauses

1717 Erbaut als Haupthaus (Wohnstallhaus) eines typischen kleinbäuerlichen Dreiseitenhofes im damaligen Dorf Gohlis, damit das älteste erhaltene Bauernhaus auf dem Leipziger Stadtgebiet
 
2. Hälfte 18. Jhd. Zur Schaffung von Quartieren für Sommergäste wird der Stallteil im Erdgeschoss zur Kammer (Quartier Göschen)  umgebaut und der Ostteil des Gebäudes zur Gewinnung einer weiteren Stube mit Schlafkammer (Quartier Schiller) aufgestock.
 
1785 Von Anfang Mai bis zum 11. September Aufenthalt Friedrich Schillers (1759–1805)  gemeinsam mit dem Verleger Georg Joachim Göschen (1758–1828), Schiller schreibt sein Lied „An die Freude“ und arbeitet am „Don Carlos“
  
1841 Am 11. November Einweihung von Ehrenpforte und Gedenktafel
 
1842 Am 24. Oktober Gründung des Schillervereins zu Leipzig durch Robert Blum 
1848 Die Schillerstube wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
 
1856 Schillerverein kauft das Gebäude und verhindert so den Abriss
 
1856-58 Anlage des Bauerngartens, das Schillerhaus wird  zur Gedenkstätte, der ehemalige Stall zum Wohn- und Verwaltungsgebäude (Kastellanhaus) umgebaut.
 
1911 Haus und Ausstellung werden neu gestaltet, die Ehrenpforte nach alten Ansichten wiedererrichtet
 
1949 Auf Anordnung der Landesregierung Sachsen wird der Schillerverein aufgelöst und das Schillerhaus dem Kulturbund unterstellt, die Stadt Leipzig  ist Eigentümer.
 
1961 Angliederung des Schillerhauses an das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig
 
1966-68 Instandsetzung des Kastellanhauses (Nebengebäude) sowie Umgestaltung von Hof und Garten
 
1997/98 Nach umfangreichen bauarchäologischen und restauratorischen Untersuchungen ab Juni 1997 wird  das Schillerhaus denkmalpflegerisch instandgesetzt und restauriert.
Mit Landesfördermitteln durch das Regierungspräsidium Leipzig, städtischen Mitteln und Spenden von Unter- nehmen, Vereinen, Institutionen und Privatpersonen kann das Schillerhaus mit neu gestalteter Ausstellung am 28. Oktober 1998 wiedereröffnet werden  
 
2002 Neugestaltung der Gartenanlage als Bauerngarten nach historischem Vorbild.
  
 

 

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