| 1814 |
Der deutsche Dichter Ernst Moritz Arndt, Teilnehmer an der Leipziger Schlacht von 1813, regt ein Denkmal zu Ehren der Gefallenen an.
"Groß und herrlich" soll es sein, " wie ein Koloss, eine Pyramide, ein Dom zu Köln".
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| 1816 |
Schinkel, berühmtester deutscher Baumeister, stellt seinen Entwurf für einen "Nationaldom aller Deutschen" vor. Die politische und finanzielle Situation im Deutschland der Restauration läßt seine Idee jedoch nicht zur Ausführung kommen.
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| 1894 |
Der Leipziger Architekt Clemens Thieme engagiert sich für die "Errichtung eines Völkerschlacht - Nationaldenkmals".
Er gründet den Deutschen Patriotenbund, um die erforderlichen finanziellen Mittel aufzutreiben. Spenden und Lotterieeinnahmen bringen am Ende die benötigten sechs Millionen Goldmark.
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| 1895 |
Die Stadt Leipzig überlässt dem Patriotenbund kostenlos ein Baugelände von 40.000 Quadratmetern, aber wiederum müssen Jahre vergehen, bevor der endgültige Entwurf gefunden wird. Der kommt vom prominenten Architekten Bruno Schmitz, nach dessen Plänen auch das Kyffhäuserdenkmal entstanden ist.
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| 1898 |
Der Bau des Denkmals beginnt: Es müssen 82.000 Kubikmeter Erdreich bewegt und 26.500 Granitporphyrblöcke bearbeitet werden.
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| 1913 |
Zur Erinnerung an die kriegsentscheidende Schlacht gegen Napoleon im Jahre 1813 wird das 300.000 Tonnen schwere Denkmal nach beinahe fünfzehnjähriger Bauzeit eingeweiht.
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| 1913-89 |
Zwischen 1913 und 1989 dient das Völkerschlachtdenkmal immer wieder als Ort für massenwirksam in Szene gesetzte Propagandaveranstaltungen unterschiedlicher politischer Systeme.
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| 1989 |
Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig initiiert eine öffentliche Diskussion zum zeitgemäßen Umgang mit Nationaldenkmalen.
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| 1999 |
Im Mai wird das Museum zur Völkerschlacht bei Leipzig FORUM 1813 in der ehemaligen Bauhütte des Völkerschlachtdenkmals mit einer modernen Ausstellung zu den Befreiungskriegen und zur Völkerschlacht eröffnet.
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| 2000 |
Im Oktober gründet sich anlässlich des ersten wissenschaftlichen Kolloquiums mit Vertretern europäischer Nationaldenkmale und Museen eine internationale Arbeitsgemeinschaft mit dem Ziel, diese Erinnerungsstätten zu Erlebnis-, Kommunikations- und Begegnungsorten sowie Stätten des historischen Diskurses zu entwickeln.
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| 2001 |
Im Juli Eröffnung der Ausstellung zur Ideen-, Bau- und Rezeptionsgeschichte des Völkerschlachtdenkmals in der Ruhmeshalle
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| 2002 |
Gründung der "Stiftung Völkerschlachtdenkmal Leipzig" als Stiftung des öffentlichen Rechts der Stadt Leipzig. Das Stadtgeschichtliche Museum wird mit der Aufgabe betraut, das Völkerschlachtdenkmal gemäß dem Stiftungszweck zu betreiben.
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| 2003 |
Zweites wissenschaftliches Kolloquium "Europäische Nationaldenkmale im 21. Jahrhundert - Nationale Erinnerung und europäische Identität" zum 90. Jahrestag des Völkerschlachtdenkmals im Oktober mit Vertretern aus 12 europäischen Ländern.
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