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  • Kyjiw im Wandel: Von der Unabhängigkeit zur Identität
    20.01.2026 – 31.03.2026
    Ausstellungsprojekt

Kyjiw im Wandel: Von der Unabhängigkeit zur Identität

20.01.2026 – 31.03.2026
Videoinstallation, 2. OG Altes Rathaus
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Altes Rathaus, Markt 1, 04109 Leipzig

 

Das Museum der Geschichte Kyjiws präsentiert gemeinsam mit dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig vom 20. Januar bis 31. März 2026 die digitale Ausstellung »Kyjiw im Wandel: Von der Unabhängigkeit zur Identität«. Das Projekt bildet einen Eckpfeiler der internationalen Museumspartnerschaft: Es ist das Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnerstädten, die europäische Werte, wie Freiheit, Demokratie und gegenseitigen Respekt teilen.
 

Das Kooperationsprojekt zeigt den Wandel Kyjiws über die letzten dreißig Jahre – vom Aufbruch in die Unabhängigkeit bis heute – unter dem Einfluss verschiedener politischer, sozialer und kultureller Prozesse. Die Stadt wird nicht nur als Schauplatz historischer Ereignisse, sondern als treibende Kraft beim Aufbau der Zivilgesellschaft und einer neuen, städtischen Identität dargestellt. Ihre Architektur, öffentlichen Räume sowie das Alltagsleben ihrer Bewohner unterstreichen den beharrlichen, dynamischen Kampf für Freiheit, Selbstbestimmung und Würde.
 

Das Herzstück der Präsentation bilden vier entscheidende Meilensteine revolutionärer Bewegungen in der modernen Geschichte der Ukraine: die Revolution auf Granit, die „Ukraine ohne Kutschma“-Massenproteste, die Orange Revolution und der Euromaidan. Während dieser Phasen wurde der Stadtraum Kyjiws zu einem Zentrum der zivilgesellschaftlichen Solidarität, der gegenseitigen Unterstützung sowie der aktiven öffentlichen Beteiligung am Aufbau der Zukunft des Landes.
 

Parallel zur Chronik der revolutionären Bewegungen untersucht das Ausstellungsprojekt das friedliche Leben in der Stadt, das trotz der gesellschaftlichen Umbrüche weiterging. Dazu gibt es Themenbereiche mit dem Fokus auf Stadtlandschaften und architektonische Veränderungen, aufstrebende Wirtschaftsgebiete, die Wiederbelebung kultureller und religiöser Traditionen sowie die Generation, die mit der unabhängigen Ukraine aufgewachsen ist. In diesen Geschichten wird Kyjiw als Raum erfahrbar, in dem unterschiedliche Geschwindigkeiten und Lebensrhythmen nebeneinander existieren und in dem Alltagsleben und Geschichte immer wieder aufeinandertreffen. 
 

Ein spezielles Videosegment dokumentiert Kyjiw zu Beginn der russischen Großinvasion 2022. Darin wird die Geschichte einer Stadt erzählt, die quälende Verluste ertragen muss, sich aber nicht ergibt. Neben den Bildern der Zerstörung werden Szenen des Alltagslebens im Krieg, der gegenseitigen Hilfe und der inneren Stärke der Menschen Kyjiws gezeigt. Die Zuschauer sehen die Entwicklung des Majdan Nesaleschnosti (Unabhängigkeitsplatz) von einem Platz im Stadtraum hin zu einem wesentlichen Symbol im kollektiven Gedächtnis.
 

Im letzten Teil des Videos erscheint der Maidan als Platz der Stille und Reflexion, auf dem zu Ehren der gefallenen ukrainischen Soldaten aufgestellte Flaggen den Geist und die Fortführung des Kampfes für die Freiheit symbolisieren. 

 

Die Präsentation wurde durch das Museum der Geschichte Kyjiws und den Fernsehsender Kyjiw 24 in Zusammenarbeit mit dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig kuratiert.