Krieg in der Leipziger Stadtgeschichte – Praktiken, Folgen und museale Vermittlung. Vom Dreißigjährigen Krieg bis zur Völkerschlacht
Datum: 16.10.2026 - 16.10.2026
Uhrzeit: 18:00 - 20:00 Uhr
Haus: Alte Börse
Veranstaltungstyp: Symposium
Symposium des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig und der Stiftung Völkerschlachtdenkmal Leipzig
Belagert, besetzt, ausgebeutet: Die Stadt Leipzig war über Jahrhunderte hinweg immer wieder ein umkämpfter Platz. Anlässlich des 270. Gedenktages zum Beginn des Siebenjährigen Krieges in Sachsen laden das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig und die Stiftung Völkerschlachtdenkmal Leipzig am Freitag, dem 16. Oktober 2026 und am Samstag, dem 17. Oktober 2026 zu einem Symposium ein, bei dem die Folgen von frühneuzeitlichen Konflikten für die Stadt Leipzig im Fokus stehen.
Das Symposium findet in der Alten Börse (Naschmarkt 2, 04109 Leipzig) statt, die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung unter www.bit.ly/leipzig-symposium-krieg erbeten.
Programm
Fr., 16.10. | 18 Uhr
Grußwort
Dr. Anselm Hartinger, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig & Geschäftsführer der Stiftung Völkerschlachtdenkmal Leipzig
Impulsvortrag: „Belagerung, Bombardement und Besatzung. Städte im Siebenjährigen Krieg (1756–1763)“
Prof. Dr. Marian Füssel, Georg-August-Universität Göttingen
Podiumsdiskussion: „Lernen aus der Geschichte? Militär, Gesellschaft und Resilienz im Zeitalter der Zeitenwende“
Moderation: Tessina-Larissa Schramm, Stiftung Völkerschlachtdenkmal Leipzig
Teilnehmende: Prof. Dr. Marian Füssel, Georg-August-Universität Göttingen; Ulrich Hörning, Bürgermeister und Beigeordneter für Allgemeine Verwaltung der Stadt Leipzig; Raphael und Robin, Aktivisten der Internationalen Jugend Leipzig; Herr Oberst i.G. Nahler, Ausbildungskommando der Bundeswehr
Anknüpfend an einen Impulsvortrag von dem Historiker Marian Füssel zu Krisenerfahrungen von Städten in vergangenen Konflikten schlägt diese Podiumsdiskussion den Bogen in die friedens- und sicherheitspolitische Gegenwart. Die Teilnehmenden von der Bundeswehr, der Stadt Leipzig und dem Anti-Wehrpflicht-Aktivismus bringen ein breites Spektrum von Expertisen und Erfahrungen mit. Im Fokus der Debatte stehen die Parallelen und Unterschiede zwischen vergangenen Konflikten und den Herausforderungen der Gegenwart. Gemeinsam werden Fragen rund um die Wehrpflicht-Debatte, das Verhältnis zwischen Militär und Zivilgesellschaft sowie gesellschaftliche Gerechtigkeit, Zusammenhalt und Resilienz durch einen regen Austausch beleuchtet.
Sa., 17.10. | 9–17 Uhr
8:30–9 Uhr
Ankommen
9 Uhr
Begrüßung
Tobias Kobe, amt. Leiter des Kulturamtes der Stadt Leipzig
Dr. Anselm Hartinger, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig & Geschäftsführer der Stiftung Völkerschlachtdenkmal Leipzig
9:15–11:15 Uhr
Panel 1: Belagerung, Okkupation, Ausbeutung: Leipzig im Dreißigjährigen, Großnordischen, Siebenjährigen Krieg und in den Befreiungskriegen (1600–1815)
Moderation: Dr. Maike Günther, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Kurzvorträge
- „Ranzion, Kontribution und Einquartierung. Zur Rolle der Städte in der Finanzierung des Dreißigjährigen Krieges am Beispiel Leipzigs“
Dr. Alexander Zirr, Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel - „‚So läßet sich mit denen Bürgern wenig Wiederstand thun’ – Leipzig als Festungsstadt im Großen Nordischen Krieg“
Dr. Alexander Querengässer - „Leipziger Okkupationserfahrungen vom Dreißigjährigen Krieg bis zu den Befreiungskriegen“
Prof. Dr. Horst Carl, Justus-Liebig-Universität Gießen
Diskussion
11:15–11:45 Uhr
Pause
11:45–13:45 Uhr
Panel 2: Praktiken des Krieges vom Siebenjährigen Krieg bis zu den Befreiungskriegen (1756–1815)
Moderation: Dr. Crawford Matthews, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Kurzvorträge
- „‚Die Sachsen verderben mir die ganze Campagne…’? – Das kursächsische Militär und der Auftakt des Siebenjährigen Krieges“
Dr. Marcus von Salisch, Landesamt für Schule und Bildung, Zwickau - „Praktiken und Diskurse der freiwilligen Hilfe für kranke und verwundete Soldaten in Sachsen während der Befreiungskriege“
Dr. Nebiha Guiga, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien - „Der kleine Krieg als Medium – Taktik. Mobilisierung. Kommunikation (1740–1815)“
Dr. Martin Rink, Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam
Diskussion
13:45–15 Uhr
Mittagspause
15–17 Uhr
Panel 3: Krieg im Museum? Frühneuzeitliche Militärgeschichte ausstellen und vermitteln
Moderation: Dr. Anselm Hartinger, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig & Stiftung Völkerschlachtdenkmal Leipzig
Kurzvorträge
- „Drei Kriege in zwei Epochen. Die Darstellung militärischer Konflikte 1618–1815 in der neuen Ständigen Ausstellung des Deutschen Historischen Museums“
Dr. Markus Laufs & Prof. Dr. Daniel Morat, Deutsches Historisches Museum Berlin - „Die Völkerschlacht im Museum FORUM 1813 und am Völkerschlachtdenkmal ausstellen, entglorifizieren und entmystifizieren“
Dr. Crawford Matthews, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig - „Formen des Krieges 1600–1815: Die Grundzüge der frühneuzeitlichen Kriegführung in der Dauerausstellung des Bayerischen Armeemuseums“
Daniel Hohrath, Bayerisches Armeemuseum Ingolstadt
Diskussion
17 Uhr
Abschlusskommentar
Dr. Anselm Hartinger, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig & Geschäftsführer der Stiftung Völkerschlachtdenkmal Leipzig
