Eröffnung der Ausstellung Das Original und die Kopie. Die Christi-Himmelfahrts-Kirche von Moskau und die St.-Alexi-Gedächtniskirche zur Russischen Ehre in Leipzig

12.11.2018

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Moskauer Staatlichen Historischen Freilichtmuseum Kolomenskoje und der Russischen Gedächtniskirche in Leipzig
14.11.2018–6.1.2019

Die Ausstellung initiiert einen kunsthistorischen Dialog zweier architektonischer Meisterwerke: die seit 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Kirche der Christi-Himmelfahrt auf dem Gelände des Moskauer Freilichtmuseums Kolomenskoje und die Russische Gedächtniskirche zu Leipzig.

Die Errichtung von Kirchen zu Ehren historischer Ereignisse ist eine bemerkenswerte jahrhundertealte Tradition der russischen Architektur und der russischen Geschichte. Der Moskauer Großfürst Wassilij III. ließ die Auferstehungskirche 1530 bis 1532 zu Ehren der Geburt seines lang ersehnten Sohnes Iwan erbauen, der später als „der Schreckliche" bekannt wurde.

Die Leipziger Russische Gedächtniskirche ist eine freie Nachbildung der Auferstehungskirche in Moskau-Kolomenskoje und zeichnet sich durch ein 16-seitiges Zeltdach aus. Die Kirche wurde von dem Architekten Wladimir Alexandrowitsch Pokrowski (1871–1931) entworfen, dessen Bauwerke sich hauptsächlich in Sankt Petersburg, Nischni Nowgorod und Moskau befinden. Als russische Zeltdachkirche und verputzter Ziegelbau mit einem Turmhelm als Eisenbetonskelettbau ausgeführt, markierte diese Kirche den Beginn einer neuen Architekturtradition in Russland.

Sie wurde im Gedenken an die 22.000 russischen Soldaten, die während der Völkerschlacht 1813 in und um Leipzig gefallen sind, errichtet. Die Leipziger Architekten Georg Weidenbach und Richard Tschammer erarbeiteten auf der Basis von Pokrowskis Originalplänen einen vereinfachten Entwurf, der zur Ausführung kam.

Nach zehnmonatiger Bauzeit fand 100 Jahre nach der Völkerschlacht am 17. Oktober 1913, am Tage vor der Einweihung des Völkerschlachtdenkmals, die Konsekration und am 18. Oktober 1913 die Kirchenweihe statt.

 

Die ausführliche Mitteilung, Pressefotos mit Legende und den Flyer zur Ausstellung finden Sie in der digitalen Pressemappe.

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