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HOFFNUNGSZEICHEN: Sammlungsstücke und Geschichten für Jetzt

24.03.2020


HOFFNUNGSZEICHEN: Sammlungsstücke und Geschichten für Jetzt

Zeugnisse von Orientierungssuche, Streben nach Menschlichkeit und Zusammenhalt in schweren Zeiten

Noch kann das Ausmaß und die Dauer der vom Coronavirus verursachten Krise kaum erahnt werden. Als Historiker eines Stadtgeschichtlichen Museums liegt unsere Aufgabe dabei vor allem in der Aufzeichnung und Begleitung dieser epochalen Vorgänge – doch können wir immerhin aus der Geschichte Trost und Ermutigung schöpfen. Aus diesem Anlass präsentiert das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig ab sofort die digitale Reihe HOFFNUNGSZEICHEN. Ein Objekt der Museumssammlung als Hoffnungszeichen wird täglich auf der Museumswebsite und in den Sozialen Netzwerken vorgestellt.

„Wir sind ja keineswegs die erste Generation, die in Leipzig mit gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen, Pandemien, Kriegen und Umwälzungen konfrontiert wird, damit zu leben lernte und letztlich doch zu einem gestärkten Neuanfang fand. So, wie wir heute allenthalben Zeichen eines kreativen Selbstbehauptungswillens sehen, sind auch die Sammlungen des Stadtgeschichtlichen Museums voller Objekte, die Zeugnis von der Orientierungssuche und dem Streben nach Menschlichkeit und Zusammenhalt in schweren Zeiten ablegen.“ so Direktor Dr. Anselm Hartinger.

Das Kuratorenteam des Museums, bestehend aus Experten der Stadtgeschichte bis 1800, der Stadtgeschichte ab 1800, des Sportes, der Musik, der Kunstgeschichte, Bibliothekswissenschaft und der Fotografie, stellt einige dieser Hoffnungszeichen als Inspirationsquelle, Anstoß des Innehaltens und Beispiel für heute und morgen vor. Leipziger und interessierte Museumsbesucher erleben dies dabei nicht wie gewohnt beim Besuch einer Ausstellung oder bei einer Kuratorenführung im Museum selbst. Sie können von zu Hause aus auf der Museumswebsite und im Social Media Momente der Zuversicht finden.

„Wir haben uns kurzfristig überlegt, wie wir den Kern unserer wissenschaftlichen Arbeit - die Bewahrung, Erschließung und Vermittlung unserer Objekte - nicht nur fortsetzen, sondern auch bei unseren Besuchern präsent halten können – gerade angesichts der aktuellen räumlichen Distanz und für die vielen Menschen, die Museum momentan nur zuhaus erleben können. Wir tun dies, weil wir überzeugt sind, dass unsere Objekte aus der Geschichte heraus auch für heute etwas zu sagen haben – und wenn dies ein Moment des Nachdenkens, der Erkenntnis oder auch des Schmunzelns in einer so bedrückenden Situation ist. Genau dafür sind unsere Sammlungen da“, so Ulrike Dura, Kunsthistorikerin im Stadtgeschichtlichen Museum.

Die Rubrik "Hoffnungszeichen" mit den einzelnen Objekten finden Sie hier.

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