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„Museum beißt nicht!“

Mit dem heutigen Tag und der Wiedereröffnung unserer Museen endet die Reihe „Hoffnungszeichen“.
Zum Abschluss und als Beispiel für den auch humorvollen Umgang der Museumsmitarbeiter/-innen mit der für alle ungewohnten Situation steht die hier vorgestellte Alltagsmaske aus Baumwolle. In Handarbeit gefertigt wurde sie von der Museumspädagogin Dana Albertus, die viele unserer Besucher/-innen aus spannenden Führungen und Vermittlungsprogrammen der vergangenen Jahre kennen. Der aufgebrachte Leitspruch ist ein Versprechen an unsere Besucher/-innen: „Museum beißt nicht!“. Und natürlich wird unser Museum selbst dann nicht gesichtslos, wenn unsere Aufsichten oder Kolleg/-innen Ihnen in den nächsten Wochen oder Monaten hin und wieder mit verhülltem Antlitz entgegentreten. Das Lächeln und den offenen Geist dahinter dürfen Sie in jedem Fall erahnen.

Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig versteht sich als besonders bürgernahe Einrichtung. Der offene Austausch mit unseren Besucher/-innen ist uns äußerst wichtig. Um diesen durchaus auch kritischen Dialog über die Sammlungen und Ausstellungen unseres Museums in Zukunft noch zu verbessern, haben wir das Ziel, unsere Formate zur bürgerschaftlichen Beteiligung in den nächsten Jahren weiter auszubauen und neue Angebote zur Mitwirkung zu schaffen. Die mit der Corona-Pandemie verbundenen Einschränkungen machen manches davon zeitweise nicht einfacher, werden uns jedoch nicht von der Suche nach neuen Begegnungsformen und Bündnisangeboten abbringen. „Museum beißt nicht“, aber es zeigt gelegentlich doch Zähne und bringt sich so entschlossen in die Gestaltung unserer Stadtgesellschaft ein. In diesem Sinne ist der aus dem Team heraus entstandene Mundschutz als Beispiel für die Verwandlung einer notwendigen Pflicht in ein kreatives Statement unser eigenes Hoffnungszeichen für die Zukunft des Museums.

Mund-Nase-Bedeckung (Prototyp) aus Baumwolle, handgenäht und bestickt von Dana Albertus und beschrieben von Eva Lusch, Leipzig, 2020.
- nicht inventarisiert –


Weitere Objekte können Sie in der Sammlungsdatenbank des Museums recherchieren