Ein Kerzenlicht trotz dunkler Zeit

Derzeit werden als Zeichen der Zusammengehörigkeit deutschlandweit um 19 Uhr brennende Kerzen in die Fenster gestellt. Um zu zeigen "Du bist nicht allein!", auch wenn es sich in der häuslichen Isolation für viele, gerade alleinstehende Menschen gerade so anfühlen mag.

In unserer Sammlung findet sich aus der Nachkriegszeit ein Notkerzenständer, den unbekannte Vorfahren kurzerhand aus einem Topfdeckel gefertigt haben. Auch hier das Zeichen: Wo Menschen sind, wird es hell! Auch wenn es manches Mal Einfallsreichtum abverlangt, finden wir doch immer einen Weg zur Erleuchtung unserer Lebenswelt. Und selbst in der von Hunger und Entbehrung geprägten Zeit nach 1945 galt offenbar der Leitsatz: Mindestens so wichtig wie die leibliche Sättigung ist die Seele und Herz wärmende Aura des Lichts.

Inv.-Nr.: V/2994/2005
Kerzenständer aus einem Topfdeckel, emailliert, nach 1945


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