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Mit Volldampf an den Wiederaufbau!

Am Ende des Zweiten Weltkriegs glich das durch etliche Bombenangriffe geschädigte Leipzig in einigen Stadtteilen einer Trümmerwüste. Etwa 7 Millionen Kubikmeter Trümmer und Schutt mussten beseitigt werden, bevor an einen Wiederaufbau gedacht werden konnte. Dennoch galt Leipzig schon nach wenigen Jahren als die am besten beräumte Stadt im Osten Deutschlands. Entscheidenden Anteil daran hatte der Einsatz von Feldbahnen, deren Gleisnetze sich kilometerlang durch die ganze Stadt erstreckten. Es war eine Zeit, in der man im Stadtzentrum ebenso wie in stillen Seitenstraßen oder auf Parkwegen fauchenden Dampflokomotiven begegnen konnte. Selbst an der Ostseite des Alten Rathauses verlief ein Gleis.

Tatkräftige Männer der Stadtverwaltung, wie zum Beispiel Stadtbaurat Walther Beyer, sowie zahlreiche Frauen und Männer aus allen Teilen der Gesellschaft sorgten dafür, dass die Stadt Leipzig bis 1955 weitgehend trümmerfrei war. Diese Arbeiten waren Voraussetzung für das umfassende Wiedererstehen der Stadt, das allerdings viele Jahre dauern sollte.

Inv.-Nr. F_2020_218
Trümmerbahn vor dem Neuen Rathaus, Foto: Siegfried Müller, um 1950


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